Header Bild

Lehrstuhl für Allgemeinen Maschinenbau

Maschinenbau in Leoben

Der Lehrstuhl für Allgemeinen Maschinenbau der Montanuniversität Leoben unter der Leitung von Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Florian Grün (Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Wilfried Eichlseder ist karenziert und derzeit Rektor der Montanuniversität Leoben) setzt seine Schwerpunkte auf industrienahe Forschung in folgenden Bereichen:

 

- Betriebsfestigkeit

- Tribologie

 

Die Aktivitäten umfassen Methodenentwicklung, numerische Simulation und Versuchsdurchführung in den jeweiligen Fachbereichen. Die Arbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit international technologieführenden Firmenpartnern aus dem Bereich des Maschinenbaus, der Automobilindustrie, des Fahrzeugbaus (LKW, Schienenfahrzeuge, Luft- und Raumfahrt), des Schwermaschinen- und Anlagenbaus, sowie von Recycling- und Aufbereitungsmaschinen, sowie mit namhaften universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt. Die Schaffung sowie Anwendung neu entwickelter Methoden für die industrielle Entwicklung steht dabei im Vordergrund. Das Motto des Lehrstuhls für die Forschung auf den Gebieten Betriebsfestigkeit und Tribologie lautet:

 

"Von der Probe zum Bauteil - in Versuch und Simulation"

 

Die Untersuchung der Einflüsse auf die Lebensdauer zyklisch beanspruchter Komponenten inklusive deren Übertragbarkeit von kleinen Prüfobjekten - sogenannten Proben - auf reale Bauteile mittels geeigneter Methoden und Modelle spielt dabei eine wichtige Rolle. In unterschiedlichsten Projektstrukturen, in denen auch teilweise Fördermittel Verwendung finden, werden dabei Themen aus folgenden Bereichen sowohl in mehrjährigen Forschungsprojekten, als auch in kurzfristigen Beauftragungen bearbeitet:

 

- Bewertung von komplexen maschinenbaulichen Beanspruchungen durch Kombination von Know-How aus Betriebsfestigkeit

  und Tribologie

 

- Entwicklung von Lebensdauermodellen für komplex beanspruchte Bauteile aus maschinenbaulich  relevanten Materialien (Stähle, Leichtmetalle, Verbundwerkstoffe, etc.)

- Berücksichtigung von Einflüssen aus Fertigung (Gießen, Umformen, Fügen, mechanische Bearbeitung, etc.) und Betrieb (Umgebungsmedium, thermomechanische Beanspruchung, Last-Zeit-Verlauf) auf die Lebensdauer 

- Modelle zur Dimensionierung unter Berücksichtigung von realen Werkstoffeigenschaften, wie Poren, Einschlüssen, etc.;

Motto: „Leben mit Defekten“

 

- Erweiterung von klassischen spannungsbasierten ingenieurmäßigen Auslegungskonzepten um bruchmechanische Aspekte

 

- Optimierung von Bauteilen durch   optimalen Einsatz von Werkstoff bzw. durch Maßschneidern des Werkstoffverhaltens

für die jeweilige Aufgabenstellung (Leichtbau)

 

- Optimierung des tribologischen Verhaltens von Komponenten des Antriebsstranges

 

In aktuellen Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Betriebsfestigkeit werden beispielsweise die Einflüsse des Herstellungsprozesses auf die Lebensdauer von Motorkomponenten untersucht, um den konsequenten Leichtbau der Fahrzeugindustrie fortzusetzen. Weitere Projekte beschäftigen sich mit Leichtbau durch optimale Ausnutzung des vorhandenen Materials für Triebwerkskomponenten der Luftfahrtindustrie. Dabei steht der Fokus vor allem auf der Koppelung von Versuch und Simulation, um lokal unterschiedlich ausgebildete Materialfestigkeiten in den Auslegungsprozess zu integrieren. Im Bereich der Tribologie stehen die Maximierung des Wirkungsgrads tribologischer Systeme, sowie das Verständnis der zugrunde liegenden Schädigungsmechanismen im Vordergrund. Bei all diesen Projekten wird der Ansatz gewählt, das - den jeweiligen Bauteilen anhaftende - Lebensdauerverhalten auf äquivalente, handhabbare Proben zu reduzieren bzw. mit diesen nachzustellen. Die an Proben mit deutlich geringerem Aufwand erzielten Erkenntnisse über das Lebensdauerverhalten werden anschließend mittels geeigneter Modelle wieder auf reale Bauteile übertragen.

 

Ein weiteres Aufgabengebiet ist die Lehre an der Universität. Der Lehrstuhl für Allgemeinen Maschinenbau bildet Studierende nach besten wissenschaftlichen Standards aus. Dabei soll theoretisches und praktisches Wissen an Studierende weitergegeben werden. Jeder Mitarbeiter soll aktiv in der Lehre mitarbeiten.